AnTiB – Antibiotische Therapie in Bielefeld

Im Jahr 2017 wurde die Arbeitsgruppe „Antibiotische Therapie in Bielefeld“ (AnTiB) gebildet, um die Qualität der Antibiotikaverordnungen in der ambulanten Medizin in Bielefeld zu verbessern und der Entwicklung von Resistenzen entgegenzuwirken

Zu diesem Zweck haben Bielefelder Ärzt*innen aus dem pädiatrischen Bereich Empfehlungen für die Standardbehandlung häufiger Infektionskrankheiten formuliert. In einer weiteren Stufe erfolgte eine Übertragung des Konzeptes auch auf den Bereich der ambulanten Frauenheilkunde, der Hausarztmedizin, Urologie sowie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Eine Ausweitung auf weitere Fachgruppen findet statt.

Es besteht eine Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und der Fakultät der Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, die das Projekt anhand der Daten der KVWL evaluiert. Die Konzeption und Inhalte stehen auch zur überregionalen Anwendung und Anpassung auf der Homepage der Universität Bielefeld zur Verfügung.

ABS-Netzwerk BI-OWL

Da Antibiotikaverordnungen nicht selten an den Schnittstellen zwischen ambulanter Medizin, Notfallversorgung und stationärer Versorgung stattfinden, schlossen sich im Jahr 2018 die ambulanten AnTiB-Akteure mit den Bielefelder Krankenhäusern und Laboren zu einem „ABS-Netzwerk Bielefeld – Ostwestfalen-Lippe“ zusammen. Das Ziel: Ärzt*innen in Praxen und Kliniken sollen sich bei der Verordnung möglichst an die gleichen Empfehlungen halten und Antibiotika zurückhaltender einsetzen. Diese Kooperation ist bisher bundesweit einzigartig.

Weitere Informationen auf der Homepage der Universität Bielefeld.

Aktuell

Im Oktober 2020 wurde das Projekt AnTiB von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann als vorbildlich für die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens bewertet und in die Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen.

AnTiB-Empfehlungen

Empfehlungen für Hausärzte:

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Empfehlungen für Kinderärzte:

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Empfehlungen für Gynäkologen

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Empfehlungen für Urologen:

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Empfehlungen für HNO:

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